Saisonabschluss missglückt

Sonntag, den 22. April 2018 um 06:21 Uhr

Gastgeber Giesen gewinnt Niedersachsenderby glatt mit 3:0


Klare Sache: Die Bundesliga-Volleyballer des USC Braunschweig ziehen beim 0:3 gegen den TSV Giesen-Hildesheim deutlich den Kürzeren. Für die Löwenstädter kein Problem, für die Gastgeber fangen die „Probleme“ nach dem Feiern an: Auf Rang drei der zweiten Liga steigt das Team von Trainer Stein in die erste Bundesliga auf.

Über 1000 Zuschauer peitschten ihr Team in der Hildesheimer Arena von Anfang an nach vorn. Und das ließ kaum einen Zweifel aufkommen, wer an diesem Samstag das Sagen hatte. Immer wieder beförderte Zuspieler Kapusniak den Ball mit ungewöhnlich hohem Tempo auf die Außenpositionen. Dem hatte der Braunschweiger Block kaum etwas entgegen zu setzen: Löcher taten sich auf, die Gastgeber ließen nichts zu. Mit 25:18 und 25:18 gingen Satz eins und zwei deutlich an den Tabellendritten aus Giesen.

Auch nach einer zehnminütigen Pause schien sich das Bild nicht zu ändern. Schnell lag Braunschweig mit 2:10 zurück, ein Debakel deutete sich an. Doch im Gefühl des sicheren Sieges schlichen sich plötzlich zahlreiche Fehler in das Spiel der Hausherren ein. Ein fehlerhafter Aufschlag hier, ein schwacher Angriff dort – und plötzlich war der USC wieder im Spiel. Kapitän Hannes Gottschall, vor zwei Jahren noch in Diensten der Giesener „Grizzlys“, trieb sein Team immer wieder an.

Erst ein paar Wechsel auf Seiten des TSV brachten diesen wieder auf Linie. Der USC konnte in der Endphase des dritten Abschnittes vor allem auf den Außenpositionen kaum mithalten. Dazu kam ein im Angriff kaum in den Griff zu bekommender Hauke Wagner auf der Diagonalposition, und schon war das 25:22 perfekt. Der Jubel kannte kaum Grenzen, kehren die Hausherren damit doch ins Volleyball-Oberhaus zurück. Zusammen mit der SVG Lüneburg sind dann sogar zwei niedersächsische Teams in der höchsten Liga der Republik vertreten.

„Wir haben im gesamten Spiel zu viele Fehler gemacht. Das kann sich gegen Giesen niemand erlauben“, lautete Trainer Webers Analyse für das letzte Spiel der Saison. Weber nahm das Resultat aber gelassen, war sein Team doch schon vor zwei Spieltagen der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen.“ „Nun gilt es“, so Team-Manager Volker Ernst, „möglichst schnell die Weichen für die nächste Spielzeit zu stellen“. Erste Schritte wollen Management und Trainerteam schon in der kommenden Woche beschließen.

 

USC vor Aufstiegsspiel

Dienstag, den 17. April 2018 um 21:41 Uhr

In Hildesheim wollen die Gastgeber hoch hinaus und Vizemeister werden


Dem USC Braunschweig „droht“ in der zweiten Volleyball Bundesliga eine Aufstiegsfeier: Am Samstag beim TSV Giesen kann der Gastgeber mit einem Sieg noch Vizemeister werden. Damit würden die Lokalrivalen aus der Nähe von Hildesheim den Aufstieg ins Oberhaus besiegeln.

Nur durch einen Sieg des USC und drei Punkte für den Tabellendritten aus Schüttorf wäre dem Team von Trainer Stein der Aufstieg noch zu nehmen. „Wir werden alles versuchen“, meinte Braunschweigs Coach Markus Weber. Die Favoritenrolle sei aber derartig klar vergeben, so dass sein Team schon weit über sich hinaus wachsen müsste, um dem Rivalen richtig übel mitzuspielen: „Unsere Giesener Kollegen haben in den letzten Spielen nicht viel verkehrt gemacht“, berichtet Weber. Dem schon vor dem letzten Spieltag feststehenden Meister VC Mitteldeutschland fertigte das zu großen Teilen aus Profis bestehende Team glatt mit 3:0 ab. Dazu steigt das Aufstiegsspiel in der Hildesheimer Arena, wo über 1.000 Zuschauer ihr Team mehr als lautstark unterstützen dürften.

„Allein das macht das Spiel zu etwas ganz Besonderem für uns“, freut sich Weber auf die ganz große Kulisse, die auch seinem Team „Flügel verleihen“ könnte und ergänzt: „In der letzten Saison haben wir gegen Giesen in beiden Partien gut ausgesehen. Das Hinspiel daheim haben wir sogar gewonnen.“ Dies drehten die Hildesheimer in dieser Spielzeit aber wieder und entführten aus der Tunica-Halle drei Punkte.

Beim Aufeinandertreffen am Samstag um 19:30 Uhr müssen die Löwenstädter ohne Außenangreifer Marvin Koch auskommen. Der 22-jährige kuriert noch eine Knöchelverletzung aus. Alle anderen, so Cheftrainer Weber, würden sich ihr „Aufstiegsspiel“ und das anschließende Bankett aber nicht entgehen lassen. Dazu kommt ein möglicher Eintrag in die Geschichtsbücher: Mit dem Aufstieg der Gastgeber und der bereits im Oberhaus spielenden SVG Lüneburg dürften sich in der nächsten Saison zwei niedersächsische Teams Erstligisten nennen. Und an eine solche Konstellation konnte sich kein langjährig Verantwortlicher beim USC erinnern.

 

Das Team Zweite Liga für 2017/2018

Mittwoch, den 10. September 2014 um 16:31 Uhr