Gastgeber Giesen gewinnt Niedersachsenderby glatt mit 3:0

Klare Sache: Die Bundesliga-Volleyballer des USC Braunschweig ziehen beim 0:3 gegen den TSV Giesen-Hildesheim deutlich den Kürzeren. Für die Löwenstädter kein Problem, für die Gastgeber fangen die „Probleme“ nach dem Feiern an: Auf Rang drei der zweiten Liga steigt das Team von Trainer Stein in die erste Bundesliga auf.

Über 1000 Zuschauer peitschten ihr Team in der Hildesheimer Arena von Anfang an nach vorn. Und das ließ kaum einen Zweifel aufkommen, wer an diesem Samstag das Sagen hatte. Immer wieder beförderte Zuspieler Kapusniak den Ball mit ungewöhnlich hohem Tempo auf die Außenpositionen. Dem hatte der Braunschweiger Block kaum etwas entgegen zu setzen: Löcher taten sich auf, die Gastgeber ließen nichts zu. Mit 25:18 und 25:18 gingen Satz eins und zwei deutlich an den Tabellendritten aus Giesen.

Auch nach einer zehnminütigen Pause schien sich das Bild nicht zu ändern. Schnell lag Braunschweig mit 2:10 zurück, ein Debakel deutete sich an. Doch im Gefühl des sicheren Sieges schlichen sich plötzlich zahlreiche Fehler in das Spiel der Hausherren ein. Ein fehlerhafter Aufschlag hier, ein schwacher Angriff dort – und plötzlich war der USC wieder im Spiel. Kapitän Hannes Gottschall, vor zwei Jahren noch in Diensten der Giesener „Grizzlys“, trieb sein Team immer wieder an.

Erst ein paar Wechsel auf Seiten des TSV brachten diesen wieder auf Linie. Der USC konnte in der Endphase des dritten Abschnittes vor allem auf den Außenpositionen kaum mithalten. Dazu kam ein im Angriff kaum in den Griff zu bekommender Hauke Wagner auf der Diagonalposition, und schon war das 25:22 perfekt. Der Jubel kannte kaum Grenzen, kehren die Hausherren damit doch ins Volleyball-Oberhaus zurück. Zusammen mit der SVG Lüneburg sind dann sogar zwei niedersächsische Teams in der höchsten Liga der Republik vertreten.

„Wir haben im gesamten Spiel zu viele Fehler gemacht. Das kann sich gegen Giesen niemand erlauben“, lautete Trainer Webers Analyse für das letzte Spiel der Saison. Weber nahm das Resultat aber gelassen, war sein Team doch schon vor zwei Spieltagen der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen.“ „Nun gilt es“, so Team-Manager Volker Ernst, „möglichst schnell die Weichen für die nächste Spielzeit zu stellen“. Erste Schritte wollen Management und Trainerteam schon in der kommenden Woche beschließen.