17. 04. 2018 USC vor Aufstiegsspiel

In Hildesheim wollen die Gastgeber hoch hinaus und Vizemeister werden

Dem USC Braunschweig „droht“ in der zweiten Volleyball Bundesliga eine Aufstiegsfeier: Am Samstag beim TSV Giesen kann der Gastgeber mit einem Sieg noch Vizemeister werden. Damit würden die Lokalrivalen aus der Nähe von Hildesheim den Aufstieg ins Oberhaus besiegeln.

Nur durch einen Sieg des USC und drei Punkte für den Tabellendritten aus Schüttorf wäre dem Team von Trainer Stein der Aufstieg noch zu nehmen. „Wir werden alles versuchen“, meinte Braunschweigs Coach Markus Weber. Die Favoritenrolle sei aber derartig klar vergeben, so dass sein Team schon weit über sich hinaus wachsen müsste, um dem Rivalen richtig übel mitzuspielen: „Unsere Giesener Kollegen haben in den letzten Spielen nicht viel verkehrt gemacht“, berichtet Weber. Dem schon vor dem letzten Spieltag feststehenden Meister VC Mitteldeutschland fertigte das zu großen Teilen aus Profis bestehende Team glatt mit 3:0 ab. Dazu steigt das Aufstiegsspiel in der Hildesheimer Arena, wo über 1.000 Zuschauer ihr Team mehr als lautstark unterstützen dürften.

„Allein das macht das Spiel zu etwas ganz Besonderem für uns“, freut sich Weber auf die ganz große Kulisse, die auch seinem Team „Flügel verleihen“ könnte und ergänzt: „In der letzten Saison haben wir gegen Giesen in beiden Partien gut ausgesehen. Das Hinspiel daheim haben wir sogar gewonnen.“ Dies drehten die Hildesheimer in dieser Spielzeit aber wieder und entführten aus der Tunica-Halle drei Punkte.

Beim Aufeinandertreffen am Samstag um 19:30 Uhr müssen die Löwenstädter ohne Außenangreifer Marvin Koch auskommen. Der 22-jährige kuriert noch eine Knöchelverletzung aus. Alle anderen, so Cheftrainer Weber, würden sich ihr „Aufstiegsspiel“ und das anschließende Bankett aber nicht entgehen lassen. Dazu kommt ein möglicher Eintrag in die Geschichtsbücher: Mit dem Aufstieg der Gastgeber und der bereits im Oberhaus spielenden SVG Lüneburg dürften sich in der nächsten Saison zwei niedersächsische Teams Erstligisten nennen. Und an eine solche Konstellation konnte sich kein langjährig Verantwortlicher beim USC erinnern