Jenseits von Eden

Sonntag, den 04. Februar 2018 um 00:25 Uhr

USC unterliegt Chemie Volleys klar - „Haben fast alles vermissen lassen“


Der USC Braunschweig verliert in der Bundesliga erneut. Die Chemie Volleys Mitteldeutschland machten beim 3:0 eigene Meisterschaftsambitionen mehr als deutlich.

Als der DJ in der Jahrhunderthalle Spergau nach der Partie „Jenseits von Eden“ auflegte, hätte die Musik für den USC nicht treffender sein können: 0:3 verloren, davon zwei Sätze ohne den Hauch einer Chance und das taktische Konzept scheinbar ganz tief in der Sporttasche liegen gelassen. 13:25 hieß es in Durchgang eins und zwei – Demontage für die einen, Demonstration der Stärke der mit einigen Profis besetzten Chemie Volleys.

Die Löwenstädter fanden kein Mittel gegen die starken Aufschläge der Hausherren. Und wenn die Annahme dann doch einmal passabel den Zuspieler erreichte, spielten diese Pässe, die der Matchplan nicht vorsah. Folglich landeten die Attacken größtenteils im Block des Meisterschaftskandidaten.

Es zeichnete das Team von Trainer Weber aus, dass es sich von den Lehrstunden der Volleys nicht unterkriegen ließ. Angeführt von ihrem kämpferisch starken Kapitän Johannes Gottschall legten die Braunschweiger auf einmal die Tugenden und taktischen Finessen an den Tag, die das Trainerteam ihnen schon auf der Hinfahrt auf den Weg gegeben hatte: viele Angriffe von den Positionen zwei und drei, dazu platzierte Aufschläge. So hätten die minimalen Chancen auf eine Überraschung aufrecht erhalten werden sollen – was in Satz drei über weite Strecken gelang.

Bezeichnend für die Verfassung des Teams dann allerdings die „Fahrkarte“ von Mittelblocker Moritz Angele, die den Satz beendete. 23:25 verloren die Löwenstädter schließlich den letzten Durchgang nach großem Kampf.

Trainer Weber erkannte die Klasse der Hausherren neidlos an, wollte aber nichts beschönigen: „Wir haben taktisch vieles vermissen lassen. Klar, dass du dann gegen ein Spitzenteam nicht viel zu bestellen hast.“ Sein Team hat am kommenden Wochenende die Chance zur Wiedergutmachung: Gegen den zuletzt starken VC Bitterfeld-Wolfen und Spitzenreiter Berlin erwartet die Braunschweiger allerdings alles andere als eine paradiesische Ausgangssituation.

 

USC bricht im fünften Satz ein

Sonntag, den 28. Januar 2018 um 21:27 Uhr

Bei 2:3 Niederlage gegen Bocholt blieben wieder Chancen liegen


Es hätte ein großer Schritt für den USC Braunschweig Richtung Klassenerhalt in der Volleyball Bundesliga werden sollen. Doch nach dem 2:3 gegen den TuB Bocholt tritt das Team von Trainer Markus Weber auf der Stelle.

Mit zehn Punkten Vorsprung waren die Braunschweiger als Favorit in die Partie gegangen. Und die Löwenstädter nahmen ihre Rolle ernst: Mit starken Aufschlägen setzten sie die Gäste gehörig unter Druck, führten lange mit vier Punkten, bis sich viele kleine Fehler einschlichen. Bocholt schaltete schnell, nutzte Braunschweiger Annahmeschwächen und siegte schließlich 27:25. Die Gastgeber, einst jedem Einbruch gegenüber aufgeschlossen, ließen sich jedoch nicht beirren. Im Aufschlag wurde der Druck sogar noch erhöht. Die Feldabwehr, Markus Weber größtes „Sorgenkind“, schien kaum überwindbar für die technisch starken Gäste. Diese hatten bei jeweils 25:15 in Satz zwei und drei allerdings kaum eine Chance.

Wer die Gastgeber da schon als sichere Sieger gewähnt hatte, sah sich getäuscht. Bocholt zog an, die Braunschweiger hatten einmal mehr mit sich selbst zu tun, als den Aufwind aus der Anfangsphase zu nutzen. Zeitweise zogen die Gäste aus dem Rheinland auf fünf Punkte davon, was die Moral der Gastgeber aber nicht brechen konnte. Bocholt konnte sich mit 25:23 gerade so in den fünften Satz retten.

Kurz zuvor noch der moralische Sieger, ließen die Löwenstädter im fünften Satz alle Tugenden vermissen, die in einem Spiel zweier ebenbürtiger Gegner den Unterschied ausmachen: Von Kampf war wenig zu spüren, stattdessen haderten sie mit sich selbst oder dem Schiedsgericht, so dass der Satz mit 15:8 sang- und klanglos an die „Kellerkinder“ aus Bocholt ging.

Trainer Weber zeigte sich im Anschluss maßlos enttäuscht: „Wir haben bis Satz vier fast alles richtig gemacht, auch in der Feldverteidigung gut gearbeitet. Und dann so ein Einbruch.“ Sein Team verharrt auf Rang neun mit immer noch zehn Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Allerdings droht den Braunschweigern nun eine Durststrecke, kommen den Braunschweigern doch nun mit dem Tabellenführer aus Berlin und dem Zweitplatzierten Mitteldeutschland zwei Großkaliber in die Quere.

Aktualisiert ( Montag, den 29. Januar 2018 um 06:56 Uhr )
 

"Gegen Schüttorf die Chancen nicht genutzt!"

Mittwoch, den 24. Januar 2018 um 06:58 Uhr

USC verliert 0:3 – Braunschweiger begehen zu viele Fehler


Ein starker Satz reichte nicht: Die Bundesliga-Volleyballer des USC Braunschweig mussten am Sonntag gegen den FC Schüttorf 09 eine klare Niederlage hinnehmen. Dabei konnte das Team von Trainer Weber das Spiel nur in Satz zwei offen halten, nutzte aber zahlreiche Chancen zum Satzgewinn nicht.

Ein Interview nach dem Spiel? In Schüttorf üblich, aber Markus Weber winkte ab: „Sonst sage ich noch etwas Falsches“, und baute damit die erste Ladung Frust ab. Sein Team habe durchaus Chancen gehabt, bilanzierte er später. Besonders ärgerlich für den Coach: Sein Team führte in dem richtungsweisenden Satz lange, hatte mehrere Satzbälle. Doch, je länger das Satz dauerte, desto mehr schlichen sich Fehler ins Spiel der Löwenstädter ein. Schüttorf steigerte sich mit jedem Punkt, Braunschweig begann sich Stück für Stück um den verdienten Erfolg zu bringen. Am Ende behielten die Hausherren mit 28:26 die Oberhand.

Damit glich die Endphase des zweiten, der Anfangsphase des ersten Durchgangs: „Da haben wir acht Eigenfehler produziert“, ärgerte sich Weber. Sein Team kämpfte, bekam die harten Sprungaufschläge der Gegner immer besser in den Griff, um dann am Ende wieder viele individuelle Fehler zu begehen. Ein Aufschlag ins Netz, ein Angriff ins Aus, dazu die an dem Tag überragende Offensive des Favoriten aus dem Emsland – dann war es mit 25:20 um den USC geschehen.

Mit reichlich Enttäuschung im Gepäck auf Braunschweiger Seite gestaltete sich Satz drei zu einer Demonstration des wieder auf Rang drei vorgerückten Schüttorfer Teams. Diagonalspieler Podgorski, später Most valuable Player seiner Mannschaft, war kaum in den Griff zu bekommen. Dazu hoher Druck im Aufschlag, der dem USC reichlich Kopfzerbrechen bereitete. „Wie schon gegen Hürth haben wir da immer mal wieder Schwierigkeiten bekommen“, berichtete Kapitän Stefan Spieweg – was beim 14:25 fast noch geschmeichelt war.

Nach Schmeicheleien war denn auch dem Trainer wenig zumute: „Zu Hause gegen Bocholt müssen wir dringend unsere Fehlerquote verringern“, forderte Weber. Viel Zeit bleibt den Braunschweigern dabei nicht. Die Partie gegen Bocholt steht bereits am kommenden Sonntag auf dem Programm.

 

Duell in doppelter Nachbarschaft

Montag, den 04. Dezember 2017 um 00:10 Uhr

USC Braunschweig empfängt Lokalrivalen Giesen-Hildesheim


Derby-Zeit in der Volleyball-Bundesliga: Am Samstag empfängt der USC Braunschweig den TSV Giesen-Hildesheim. Neben der geografischen Nähe, liegen die Teams auch in der Tabelle eng beisammen.

„Dass wir ins Niedersachsen-Derby als Tabellennachbarn gehen würden, hätte vor der Saison niemand gedacht“, staunt USC-Trainer Weber. Und da sein Team im Soll liegt und mit jedem Punkt mehr dem Klassenerhalt näher kommt, ist die Überraschung eher das bisherige Abschneiden der Gäste aus Giesen. Die Mannschaft von Trainer Stein liegt auf Rang sieben weit hinter den selbst gesteckten Erwartungen zurück, formulierte vor der Saison sogar den Aufstieg als Ziel. Mehrere überraschende Niederlagen, unter anderem in Moers und Schüttorf, führten dazu, dass sich die in der Szene jedermann bekannten Spieler nun im Niemandsland der Liga wiederfinden. Ein Sieg gegen den USC ist deshalb Pflicht, um die mittlerweile nur noch theoretischen Meisterschaftschancen zu wahren.

Der USC geht von Rang acht aus ins Niedersachsenderby, hat, wie Giesen, fünf Spiele gewonnen. „Kämpferisch haben wir gerade gegen favorisierte Teams überzeugt“, weiß Trainer Weber. Motivieren müsse man gegen die Lokalrivalen deshalb niemanden.

„Wichtig ist, dass wir unsere Taktik umsetzen und den starken Giesener Angreifern etwas entgegensetzen können“, formuliert Co-Trainer Frank Rogalski die Erwartungen. Gegen Warnemünde und Delbrück sei das gut gelungen. Giesen sei aber, trotz der für die Gäste unangenehmen Ausgangslage, noch ein anderes Kaliber. Das Team habe mindestens drei Angreifer in seinen Reihen, die auch in der ersten Bundesliga ihren Platz fänden. „Um mithalten zu können, muss unsere Abwehr besser funktionieren als bisher“, ergänzte Trainer Weber die Erwartungen. Und dennoch könne man im Spiel gegen die „doppelten Nachbarn“ mit ihrer Favoritenbürde nur gewinnen.

Weber kann bis auf den Langzeitverletzten Joscha Horstjan auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Anpfiff für das Derby in der Tunica Halle ist um 19:30 Uhr.

 

Seite 2 von 5

<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 Weiter > Ende >>
| + -

Sponsoren

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner